Kunstrasenprojekt wird eine heiße Angelegenheit

Navigationspfad

Kunstrasenprojekt wird eine heiße Angelegenheit

Eigentlich sollte die "Bombe" erst auf der Jahreshauptversammlung in der kommenden Woche platzen,

doch die Geschichte ist nicht länger als "top secret" geheimzuhalten. Zu viele Informationen sind schon an die Öffentlichkeit gelangt, so dass sich der Vorstand auf der Sitzung am Mittwoch entschlossen hat, das Kunstrasenhighlight schon als Ostergeschenk publik zu machen. Die vielen witterungsbedingten Spielausfälle und die gleichermaßen katastrophalen Trainingsbedingungen der letzten Wochen und Monate sowie die Tatsache, dass sich auf dem Kunsrasenmarkt innovative, technische Neuerungen auftun, haben den Vorstand veranlasst, das Kunstrasenprojekt, welches nach Saisonende in Angriff genommen werden soll, nochmal genauer unter die Lupe zu nehmen. Herauskam etwas einmaliges im Kreis Olpe: Der neue Kunstrasen im Hensel-Stadion wird mit einer Rasenheizung versehen sein, die es in dieser Form erst seit Anfang des Jahres auf dem Weltmarkt gibt und hinsichtlich Nutzen und Wirtschaftlichkeit seines Gleichen sucht. Bisherige Rasenheizsysteme sind selbst für Profivereine eine kostspielige Angelegenheit, daher sind die Anbieter immer auf der Suche nach neuen Techniken auf diesem Gebiet. Der Entwicklungsabteilung unseres Partner ASPG ist dabei wohl Einmaliges gelungen. Während herkömmliche Rasenheizungen von der Funktion her vergleichbar mit den lamellenartigen Bodenheizungen aus dem Wohnungsbau sind, basiert das neue Kunstrasenmodell "Scharmelion" auf die Einbindung von ultradünnen Glasfasern in den verwendeten Garnen, so dass jede einzelne Kunstrasenfaser für sich gesondert erwärmt werden kann. Somit lässt sich Schnee und Eis bei eingeschalteter Heizung recht rasch beseitigen, das Schmelzwasser kann noch besser in die Drainage abfließen, da ja im Untergrund kein hinderliches, wasserundurchlässiges Heizungssystem installiert werden muss. Der eigentliche Clou und besondere Nebeneffekt dieser Weltneuheit aber: Durch die Wärmeübertragung können die Kunstrasenfasern unterschiedliche Farbtöne einnehmen. Dem Platzbetreiber ist es so möglich einzelne Bereiche des Kunsrasens andersfarbig bzw. musterartig erscheinen zu lassen. Anwendung findet diese Methode insbesondere im Juniorenbereich, wo je Altergruppe unterschiedliche Spielfeldgrößen vorgeschrieben sind. Die Flächen- und Linienfarbe kann nun individuell eingestellt werden (siehe Musterfoto). Der ganze Verein freut sich auf das Projekt, welches auf der JHV in allen Einzelheiten vorgestellt wird.